LANDGANG Ep. 5 // ARPEN

„Its a low down feeling
came to me today..“ [Arpen]

Für den fünften Teil unserer Analogsoul Portrait Serie eröffnete uns Arpen einige Einblicke in sein derzeitiges musikalisches Schaffen.

Eine Serie, die die Musiker und Menschen hinter dem Label zeigt. Ein Zeitdokument, ein Zuhören für den Moment, ein Hinsehen für den Augenblick.

Wir begleiteten Arpen bei einer Akustik-Performance des Songs ‚For How Long, How Long‘, der gleichzeitig den Beginn seines neu erscheinenden Debut-Albums darstellt.

Sollte man Arpen’s persönlichen Worten in einer Vorstellungsrunde Glauben schenken, so wäre er „Singer-Songwriter, der mit so Kinder-Keyboards Musik macht“. Es so auf den Punkt zu bringen, wäre aber schlichtweg falsch. Filmkomponist, Producer, Ensemblemitglied sind nur einige Begriffe, die das Schaffen von Robert Seidel alias Arpen umfassen. In unzähligen Live-Auftritten ließ er uns in seine Welt eintauchen und machte mit Kollaborationen und weiteren Musikprojekten wie „ARPEN & THE VOLUNTEERS“ oder „MUD MAHAKA“ diese auch nachträglich erfahrbar.

Aktuell verknüpft Arpen die Erfahrungen der Vergangenheit, um eine neue eigenständige Klangwelt entstehen zu lassen. So auch im Song ‚For How Long, How Long‘. Die drastisch vereinfachte Instrumentierung der Akustik-Version auf Glockenspiel und Keyboards funktioniert, haut rein und treibt den schleppenden Beat dieses Stückes voran, der in Zusammenhang mit den verletzlichen Lyrics eine dunkle Atmosphäre schafft, die nur erahnen lässt, in welchem Gefühlschaos sich Arpen bei Entwicklung des Songs befand.

„I’m down to the bottom
underneath the leaves
like a monkey I will weep“ [Arpen]

Musik erklingt überall da, wo ausreichend Luft zum Atmen ist. Diesen Aspekt wollten wir uns in seinem Portrait zu Nutze machen und haben ihn an fünf unterschiedlichen Schauplätzen Leipzigs um eine Akustik-Session gebeten, der er sogar bei händezitternden -2°C nachging. Arpen ist Vollzeitmusiker und daher sagt die Musik wohl doch am meisten über ihn selbst aus.

Wir waren beeindruckt von der Leistung und Performance, die Arpen während der Dreharbeiten ausstrahlte. Besonders die MacGyver-mäßige Lösung mit Klebeband und viel Konzentration, um alle wichtigen Elemente des Songs live zu bringen, hatte uns ziemlich geflasht.
Momentan beginnen die Vorbereitungen zu den ersten Studioaufnahmen, die sich im Laufe des Jahres zu einem kompletten Album zusammenfügen sollen. Wir sind aufs Äußerste gespannt und wünschen unablässiges Mojo.